ViaGRRRAAHHHH...

...der Name Viagra erinnert mich immer eher an ein Brechmittel, als an eine Potenzpille.

Vielleicht ist der Unterschied aber auch nicht so arg groß, habe ich neulich überlegt... Die ganze Diskussion ist sicherlich schon bis zum Erbrechen geführt worden, aber ich möchte da noch was loswerden. Viele bzw. einige Männer haben sich in aller Öffentlichkeit über dieses Himmelsgeschenk der heutigen Medizin gefreut, als sei damit die Welt entscheidend verbessert und sämtliche Kriege dieses Jahrhunderts rückgängig gemacht worden. Wie wir alle wissen, ist das nicht der Fall. Es gibt nun lediglich eine Pille, die einen Mann besser funktionieren lässt. Und das ist nämlich der Punkt: es geht ums Funktionieren! Da wir ja in der heutigen Gesellschaft alle jung, schön, dynamisch und konsumorientiert sind, bringen wir nicht nur im Job unsere Leistung, sondern auch im Bett. Und Versager dürfen nicht auf Gnade hoffen...

Durch diese Einstellung werden wir alle unter Druck gesetzt, und das Ergebnis sind dann "segensreiche" Erfindungen wie Viagra. Wer sagt denn, dass die Lebensqualität eines Paares geringer ist, weil Er seltener "einen hochkriegt", als im Durchschnitt üblich? Gerade das könnte seine Partnerin vielleicht schätzen, weil es menschlich ist. Automaten sind dafür bekannt, dass sie fast immer funktionieren; Menschen stehen glücklicherweise nicht unter diesem Zwang. Oder könnt ihr euch vorstellen, dass eure Mutter euch wieder an die Herstellerfirma zurückgibt, weil ihr als Tochter/ Sohn zuwenig Liebe für eure Eltern gezeigt und damit nicht richtig funktioniert habt? Liebe Mädchen und liebe Jungs, lasst euch von der Pharmaindustrie einfach nichts einreden, ok?

Valeska