-Gleicher Job, gleiches Geld?-
Hört sich ja gut an, was da so im Grundgesetz oder ähnlichem steht: Niemand darf auf Grund seiner Religion, seiner Hautfarbe oder seines Geschlechtes benachteiligt werden. Das soll heißen, dass Frauen und Männer für den gleichen Beruf, bei gleicher Position und gleichem Können auch genau gleich bezahlt werden müssten. Werden sie aber nicht! Es gibt zahlreiche Studien aus den letzten Jahren, die das belegen. Frauen bekommen einfach ein paar hundert Mark weniger im Monat.
Aber nicht nur das, sie haben es auch direkt schwerer, einen Job zu kriegen. Es gehört zwar nicht in einen Einstellungstest rein, aber (junge) Frauen werden von ihrem möglichen Vorgesetzten oft gefragt, ob sie später Kinder haben wollen. Wenn man auf diese Frage mit Ja antwortet, kann man die Stelle oft schon vergessen: bekommt die Frau in ein paar Jahren (sagen wir fünf) dann ihr erstes Kind, muss die Firma ihr das Jahr Mutterschaftsurlaub bezahlen, während die Angestellte aber keine Leistung für den Betrieb erbringt. Und wenn dann auch noch ein zweites Kind kommen soll...
Diese Benachteiligung geschieht ständig und kommt fast überall vor. Es ist aber nichts, was wir nicht ändern könnten! Manche Parteien planen, ein spezielles Frauenförderungsgesetz zu erlassen, das Firmen sozusagen ein Bonbon verabreichen soll, wenn sie besonders viele Frauen (ca. die Hälfte? Frauen machen die Hälfte der Weltbevölkerung aus!) beschäftigen. Und wenn ihr irgendwo benachteiligt werdet, nur weil ihr ein Mädchen/eine junge Frau seid, dann schlagt Krach! Tut euch mit anderen zusammen und beschwert euch. Ihr müsst euch nichts gefallen lassen. Wenn Du den Eindruck hast, dass euer Physiklehrer dir eine schlechtere Note gibt, als Deinem Klassenkameraden, nur weil Du ein Mädchen bist, dann sag es Deinen Freundinnen und versucht, mit diesem Lehrer darüber zu reden. Wenn er darauf nicht eingeht, dann wendet euch ruhig an eure Klassenlehrerin oder euren Klassenlehrer! Das Recht dazu habt ihr auf alle Fälle!
Von Valeska
|
Kommentar: Diese Zusatzinformation schickte uns Claudia
Seibold - vielen Dank dafür! |