-Die Geschichte mit dem
Schlüsselanhänger-
(Ein Beispiel von Notengebung, die nichts mit der
Leistung zu tun hat)
Mir ist mal wieder aufgefallen, dass Jungen und Männer immer noch stark in Naturwissenschaften und im Technikunterricht gefördert werden, während es immer mehr Mädchen und Frauen, die mindestens genauso gut, wahrscheinlich sogar noch besser sind.
Es geht sogar soweit, dass es Lehrerinnen gibt, die Jungen immer noch häufiger aufrufen als gleich gute Mädchen. Sowie Techniklehrer, die sich nach außen hin für Mädchen einsetzen. Aber dieser Techniklehrer hat ein und dieselbe Arbeit, in meinem Fall ein Schlüsselanhänger, geschlechtsspezifisch benotet. Eigentlich war ich mit meinem Schlüsselanhänger schon fertig, aber eine Woche vor dem Abgabetermin ist der Schlüsselanhänger beim Schleifen so zerkratzt, dass ich ihn unmöglich abgeben konnte. Also fragte ich einen Kurskameraden ( wir waren nur drei Mädchen im ganzen Kurs!!!) ob er mir seinen Schlüsselanhänger für die Benotung mal eben überlassen könnte. Tja ich bekam eine dicke fette Fünf, nicht, weil es meinem Lehrer aufgefallen war, dass ich den Schlüsselanhänger geliehen hatte, sondern, weil ich angeblich schlampig gearbeitet habe. In der nächsten Kursstunde hat mein Kurskamerad denselben Schlüsselanhänger zur Benotung abgegeben, um sich, wie er glaubte, dieselbe schlechte Note abzuholen, aber was geschah?
Er bekam eine Zwei für den Schlüsselanhänger.
Um diese unberechtigte schlechte Behandlung ans Tageslicht zu bringen, ging ich mit meinem Kurskameraden zur unserer Direx und erzählte ihr alles. Tja, die Fünf habe ich zwar behalten (weil ich keine eigene Arbeit abgegeben habe), aber ich denke mal, dass sich mein ehemaliger Techniklehrer heute zweimal überlegt, ob er einem Mädchen noch einmal unberechtigt eine Fünf gibt.
Von Chrisy